Maaseik in Belgien

Es war zwar schön an der Lahn, aber so richtig beginnen lassen wollten wir unsere Tour an der Maas. Der Weg dorthin war durch viel Verkehr gekennzeichnet. Wie gut dass von Koblenz bis Köln nur 100 km/h erlaubt waren, so lief der Verkehr zügig voran. Wenn die LKW das Tempo noch mithalten könnten, gäbe es gar kein Gedrängel mehr. In den Niederlanden war auf den Autobahnen auch nur 100 erlaubt und alles hielt sich daran.

Der Campingplatz, idyllisch und klein, direkt an der Maas wollte uns dann aber nur für eine Nacht aufnehmen. Das Wochenende war er total dicht, also besser reservieren. Wir standen gerade auf dem Platz und hatten den Strom angeschlossen, als es im Himmel krachte, der lang ersehnte Regen kam. Bis zum Einschlafen hatte sich der Regen gelegt und wir konnten eine Fahrradtour planen.

Im nahen Maaseik fanden wir am Ortsanfang einen Parkplatz für das Wohnmobil. Die Fahrräder wurden ausgeladen und als erstes ging es in das Städtchen. Ein geräumiger Marktplatz wird von stilechten Gebäuden gesäumt, während von Dyck, der hier geboren wurde, von seinem Sockel blickt. Ein Platz weiter hat der „Flohkönig“ seinen Standort. Aber auch die Häuser und Geschäfte sind sehenswert.

Wir fuhren auf dem Maasradweg weiter, der auf dem Hochwasserdamm liegt und betoniert ist und sich sehr gut fahren lässt. Die Landschaft ist flach aber abwechslungsreich. Viele sehen liegen am Weg, ein großes Sandwerk und viele Tier können wir sehen: Hunderte Gänse, Schwäne, Pferde, belgische Kaltblüter wie auch Wildpferde, die zusammen mit Angusrindern die Maaswiesen abweiden.

In einem kleinen Ort lud uns ein Café zu einer Mittagspause ein. Die Karte kam uns ziemlich Spanisch vor. Wir probierten eine Auswahl von Bitterballen: frittierte, verschieden gefüllte Kugeln, dazu Ketschup oder Majo. Haben gut geschmeckt und machten satt. Zum Kaffee gibt es hier Pralinen im XXL-Format und sooo gut.

Zügig ging es zurück und auf zum nächsten Campingplatz.