V45 La Littoral – Küstenradweg

„La Littorale“ nimmt Sie mit auf eine Reise, um die bretonische Küste mit dem Fahrrad zu erkunden. Dieser Radweg verläuft entlang von Ufern, Buchten und zerklüfteten Küsten und führt den Reisenden vom Hafen zum Strand zwischen Roscoff und Nantes. Einige Abschnitte der Route befinden sich noch in der Entwicklung.

Einen weiteren Abschnitt dieser Route wollen wir heute befahren. Zuerst führt uns unsere Tour hinunter nach Audierne, wo wir an der Brücke auf den V45 stoßen. Von nun an geht es in südöstlicher Richtung der Küste entlang.

Entlang des Hafens geht es, es ist mal wieder Ebbe, aber der Ort liegt malerisch auf der anderen Seite. Hier gibt es ein Fischereimuseum. Einige Requisiten liegen malerisch um das Museum herum.

Gleich hier erfahren wir den Charakter der Strecke, denn am Ende des Hafens geht es erst mal bergauf. Und das wird sich so fortsetzen. Mal geht es runter an den Strand, dann wieder hinauf, wo man einen schönen Blick hat, aber mit dem E-Bike geht das schon.

Unterwegs fallen uns diese beiden Schilder auf. Hoffentlich lässt man sie so wie sie sind. Es fällt auf, dass die meisten Gärten sehr gepflegt sind, auch die Häuser sind in einem guten Zustand.

An unserem Weg liegt die Nekropole der Pointe du Souc’h. Dieser Ort, der als historisches Denkmal eingestuft ist, besteht aus mehreren Dolmen aus der Mittel- und Endjungsteinzeit und einem Grab aus der Mitteljungsteinzeit. Es wurden auch Scherben von Terrakotta-Vasen und verschiedene in den Gräbern gefundene Gegenstände wie Steinperlen gefunden. Das Gebäude ist für dieses Jahr bereits geschlossen, aber wir können uns die Außenanlagen ansehen.

Dann kommen wir an einen schönen Strandabschnitt. Die Bucht ist frei zugänglich, wie eigentlich überall hier. Es stehen ein paar Camper hier. Dann geht es mal wieder hinauf zu ein paar Häusern, um dann in rasanter Fahrt an den Strand zu gelangen. Hier steht gegenüber einer Bar eine fahrbare Crêperie.

Hier müssen wir anstehen, denn es scheint weit und breit die einzige Möglichkeit zu sein, etwas zum Essen zu bekommen. Wir setzen uns an einen der Tische und warten, währenddessen werden wir mit Getränken von der Bar aus versorgt. Die Crêpes sind gut und mit den letzten Bissen fängt es an zu ‚dröppeln‘, aber dabei bleibt es auch, vorerst.

Auf der Youtar nach Audierne

Diese Route wurde 2023 entwickelt und verbindet Audierne, Pont-Croix und den Strand von Pors Péron.

Goyen bei Ebbe

Zwischen Audierne und Pont-Croix ist es vor allem ein echter und schöner grüner Weg, der auf der Trasse der alten Eisenbahnlinie des „Youtar“ entwickelt wurde, einem Zug, der Audierne mit Douarnenez verband, entlang des Goyen, einem sehr hübschen kleinen Küstenfluss.

Etwa 1 km westlich von Pont-Croix haben Spaziergänger und Wanderer zwei Möglichkeiten: Weiter entlang des Goyen bis zum Quai de Pennanguer (ehemaliger Hafen von Pont-Croix am Fuße der Stadt), oder weiter auf der alten Bahntrasse, die zum oberen Teil von Pont-Croix führt und dann weiter in Richtung Coat Pin und Pors Péron, wo Sie auf den Radweg V45 (La Littorale) treffen, der Douarnenez mit der Pointe du Raz verbindet.

Wir fuhren ganz vor bis ans Meer, wo sich ein herrlicher Sandstrand ausbreitete. Leider war Ebbe, trotzdem lagen einige Sonnenhungrige in Badesachen windgeschützt an der Kaimauer, während andere mit Grabgabeln den Sand nach Muscheln absuchten.

Am Hafeneingang steht noch der Signalmast von 1832, der mit einem schwenkbarem Arm, einer roten Flagge und einer schwarzen Kugel die Einfahrt der Schiffe in den Hafen sicherte. – Nicht weit davon entfernt sah ich an einem Felsen dieses Bienennest. Da fehlte nur der Bär, der zum Honig naschen kam.

Wir sind noch ein Stück den V45 in Richtung Cap Raz gefahren. Man ist schnell aus Audierne raus und kommt an den hübschen bretonischen Häusern vorbei, deren Kamine immer an den Giebelseiten angebracht sind.