Agde und der Canal du Midi

Agde liegt ja nicht direkt am Meer, deswegen mussten wir heute Morgen entlang des Hérault vom Meer weg fahren. Auf beiden Uferseiten lag ein Boot hinter dem anderen. Der eigentliche Stadtkern liegt auf dem östlichen Ufer.

Die ältesten Gebäude wurden aus einem fast schwarzem Gestein errichtet, was dem Ort ein düsteres Ambiente verleiht. Zum Fluss zu befinden sich viele kleine Gassen, zum Teil sind sie nicht befahrbar. Da zwischen liegen einige kleine Plätze. An einem hat man aus der Not eine Tugend gemacht und die östliche Fassade mit einem großen Fresko bemalt.. Erkennt ihr, was gemalt bzw. was echt ist?

Nach dem Mittagessen fuhren wir einen Kanal hinaus zum Canal du Midi. Hier befindet sich der Abzweig zur Stadt mitten in einer Schleuse, so dass es hier 3 Schleusentore gibt. Wer in die Stadt will, muss in der Kammer das Boot um 90° drehen.

vorne – hinten – rechts

Danach folgten wir dem Canal-du-Midi in westlicher Richtung. Nach nur wenigen Kilometern kreuzt der Canal den Fluss Libron. Das haben wir schon mehrmals gesehen. Meist wird der Kanal mit einer Brücke über den Fluss geleitet. Hier ist der Niveau-Unterschied zu gering und der Libron führt nur manchmal, aber dann Hochwasser.

Durchsicht vom Kanal aus, der Libron würde von links nach rechts fließen

Dann wurde der Kanal dicht gemacht. Ein Schleusensystem ermöglichte in 2 Schritten das Durchfahren des Flusses. Bekannt ist das Bauwerk unter dem Namen: Ouvrages du Libron.

An der Mündung des Hérault

Der Hérault fließt an der Stadt Agde vorbei ins Mittelmeer. Er ist recht tief und eine ganze Weile schiffbar. So liegen auch größere Fischerboote flussaufwärts am Ufer. Der Canal-du-Midi fließt oberhalb von Agde in den Hérault. Eine weitere Kanalverbindung gibt es in den Etang de Thau und weiter nach Sête, wo der Canal-du-Midi aufhört.

Wir sind am letzten Campingplatz vorm Strand unter gekommen. Bis jetzt war von Animation nicht viel zu merken, aber jetzt kurz vor 22 Uhr wird das Gegröle etwas nervig. Da nun schon etliche Campingplätze in die Winterpause gegangen sind, muss man nehmen, was angeboten wird.

Nachmittags haben wir einen Spaziergang zum Leuchtturm gemacht, ein- und ausfahrende Boote beobachtet. Am Strand war auch noch etliches los. Wegen der letzten kalten Nächte ist auch das Wasser nicht mehr so frequentiert. Strandwandern und Drachen steigen lassen ist angesagt.

Auf dem Heimweg habe ich zum ersten Mal Samen an einem Oleander gesehen. Den habe ich natürlich aufnehmen müssen. Auf dem Platz konnte ich mehrere Eichhörnchen und Möven beobachten. Die großen Vögel setzen sich auf die Wohnmobile und schauen, ob sie hier leichte Beute machen können.

Abends haben sie auf dem Campingplatz Essen vom Grill und Paella angeboten. Das war gut und recht gemütlich.