La Charité-sur-Loire

Heute war eigentlich noch Anreisetag. So sind wir zeitig aufgebrochen. Der Bäcker, der auf den Campingplatz kommen sollte hat uns versetzt, also ging es nochmals schneller. In einem größeren Ort sahen wir Hinweisschilder zu einem Supermarkt (Auchan). Dort haben wir unsere Vorräte aufgefüllt, Brot und ein paar Teilchen erstanden. Kurz darauf verließen wir die etwas langweiligen Hochebenen und erreichten das Weinbaugebiet des Chabli. Ein Picnicplatz ergab einen schönen Platz für eine Pause.

Vorgesehen war Cosne-Cour an der Loire anzufahren. Das klappte auch gut, nur das Restaurant auf dessen Terasse wir schon so manches mal sehr gut gegessen hatten, war geschlossen, der Bouleplatz verweist, also starten wir durch und begannen Neuland für uns zu erkunden. Unterhalb von Sancerre (berühmter Weinort) fanden wir St. Satur am Canal Lateral de la Loire (Loireseitenkanal) ein nettes Restaurant. Die Bilder zeigen das Lokal so wie ein Blick von unserem Tisch. Einige Boote hatten hier zu einer Mittagspause Halt gemacht.

Gut gestärkt fuhren wir weiter. Auf schmalen Straßen entlang des Kanals erreichten wir La Charité-sur-Loire. Genauer gesagt, sind wir auf der Insel vor dem Städtchen gestrandet, denn dort liegt der Campingplatz. Ab 15 Uhr hatte er geöffnet und wir konnten uns einrichten, das heißt: Tisch und Stühle raus und erstmal entspannen.

Später bummelten wir über die Brücke in die Stadt selber, die zum Weltkulturerbe zählt, vor allem der beeindruckende Kirchen- und Klosterbezirk. Die Altstadt wirkte ziemlich lebendig, Menschen, viele Geschäfte, Verkehr in engen Gassen, die oft nur im Einbahnverkehr zu benutzen waren und eine Kugel Eis in der Waffel für 4,50€. Beim Mittagessen waren wir noch bei einem mit Getränken unter 30€ geblieben.

Falls es interessiert: Die Temperaturen kommen nachmittags an die 30°-Marke heran, auch nachts wird es immer wärmer. Aber gerade kamen etwa 20 Tropfen herunter, es kühlt etwas ab. Für Morgen rechnen wir aber wieder mit schönem Spätsommerwetter.

Von Metz nach Chatillon-sur-Seine

Von Karlsruhe sind wir über das Saarland nach Metz gefahren. Dadurch konnten wir lange die mautfreien Autobahnen in Deutschland nutzen. Der Campingplatz von Metz, direkt an der Mosel gelegen, war uns noch in guter Erinnerung. Gleich nach unserer Ankunft spazierten wir in die nahe Altstadt und fanden ein nettes Lokal. Zweimal geimpft hatten wir kein Problem einen Tisch zu bekommen. Als Höhepunkt stellte sich der Café Gourmant heraus, der neben dem Kaffee aus 5 verschiedenen Nachtischen bestand (s. Foto)

Heute Morgen fuhren wir bald weiter. Bis Toule war die Autobahn kostenfrei und dann waren es nur noch 14 km bis wir in südwestliche Richtung auf Chaumont zufuhren. Meistens war 90 km/h erlaubt. Unser Tagesziel Andelot erreichten wir bereits gegen 11 Uhr. So machten wir eine längere Pause mit einschließlich Mittagessen.

Auf einem kurzen Spaziergang entdeckten wir etliche historische Bilder. Augenscheinlich hatte der Ort im Mittelalter eine größere Bedeutung wie heute. Vielleicht hat auch der Name Andelot etwas mit dem Ritter Lacelot zu tun? Auf jeden Fall fuhren wir nach dem Mittagessen (31 €) weiter und kamen im Laufe des Nachmittags in Chatillon-sur-Seine an.

Auf einem Hügel oberhalb des Ortes liegt der Campingplatz. 14€ kostet die Nacht. Mit einem Spaziergang erkundeten wir den Ort, der so weit die mittelalterliche Bebauung noch existiert, interessante Ecken aufweist. So wie auf den letzten Bilder eine Hofeinfahrt mit Rose oder der Zugang zur oberen Wohnung mit äußerer Treppe und eigener Hausnummer. Die Seine ist im Moment nur noch ein kleines Rinnsal. Was aus ihr noch wird, wenn ich mich da an unsere letztjährige Reise erinnere. Alles fängt mal klein an.

Das Titelbild zeigt einen Altarteppich in Chatillon-sur-Seine.

Karlsruhe

War wohl Reisefieber, das uns nicht länger schlafen lies. So waren wir auch bald unterwegs und schon gegen 11 Uhr in Leopoldshafen an der Fähre. Hier war viel los und wir entschieden mal wieder hier am Rheinufer unsere erste Nacht zu verbringen.

Zum Mittagessen fuhren wir mit den Fahrrädern zum Fischerwirt nach Knielingen. Es ist schön so durch Karlsruhe zu bummeln, immer wieder neue Wege zu entdecken und sicher auf Fahrradstraßen durch die Innenstadt geleitet zu werden. Nach dem Essen fuhren wir ganz zum Rhein und weiter südwärts bis zum Rheinhafen. Parallel dazu liegt ein idyllischer See für Angler.

Das Hafenbecken entlang ging es nach Mühlburg und durch Parkanlagen bis in die Innenstadt zum Naturkundemuseum, wo gerade eine Fotoausstellung über Naturfotografien zu sehen war.

Höhepunkt war für mich ein Szenentreff von Grafittikünstlern, die gerade eine ehemalige Schule bemalen. Ganz legal konnten sie sich hier austoben und wie wir hörten sollen die restlichen Wände in nächster Zeit noch folgen. Leider ist auch diese Stelle nur für eine gewisse Zeit verfügbar, dann soll alles abgerissen werden.

Frankreich Herbst 2021

Noch sind wir zu Hause, aber am Sonntag geht es los und wenn auch nur bis Karlsruhe.

Tags darauf fahren wir nach Metz. Wir haben heraus gefunden, dass man dort direkt an der Altstadt bzw. am Canal de la Moselle campen kann.

Weiter geht es dann nach Cosne-Cone an der Loire. Davon habe ich ja schon berichtet, so dass mein Reisebericht erst dort beginnt. Wir fahren die Loire hinunter.

Über die Allier, das Massiv Central und die Allier geht es an den Gof du Lion. Alles weitere ist noch offen. Wer uns auf unserer Reise begleiten möchte ist gern eingeladen und abonniert am besten diesen Blog, dann erfahrt ihr gleich, wenn ich wieder etwas geschrieben habe. Die Kommentarfunktion müsste auch gehen, falls jemand mehr wissen möchte, wie hier im Blog Platz hat.